Noch vor zwei Jahren spielte Jonathan Apasu in Balingen in der Bezirksliga im Team der Balingen Falcons. Zwar erreichte die damalige Mannschaft den Aufstieg in die Landesliga, der smarte Forward aber wollte mehr erreichen. Nach seiner ersten Teilnahme am 43Camp in Vilsbiburg verschlug es den gebürtigen Schwaben ins Rheinland. Wo er bei der SG Sechtem im Rahmen eines freiwilligen soziallem Jahr ein Jahr lang nur Basketball spielen und lehren durfte. Sein damaliger Trainer Nico Schröder „schleifte“ ihn zunächst mit ins Camp und vermittelte ihm dann die Chance in der Bonnervorstadt. Der erste Schritt war also getan, den die SG Sechtem war im Vorjahr Meister in der Regionalliga West geworden. Mit seiner Rolle im Team war er allerdings nicht zufrieden, allzu oft sah‘s er nur am Ende der Bank und konnte ins Spielgeschehen nicht eingreifen. Bei dem Kooperationspartner den Telekom Baskets Bonn hatte er aber die Chance sich in gezieltem Einzeltraining weiterzuentwickeln. Diese Gelegenheit ließ der ehrgeizige Forward sich nicht entgehen. Neben viel Zeit die er in Arbeit an seiner Athletik steckte, verbesserte er vor allem seinen Wurf. Zum Ende der Saison lief auch seine Arbeit im freiwilligen soziallem Jahr aus und er musste sich für ein Studium an einer Universität entscheiden. Durch sein hervorragendes Abitur fiel es ihm leicht und er konnte sich an allen Standorten die ihm gefielen und man Basketball spielt entscheiden.

Jonathan Apasu - Von der Bezirksliga in die Eurochallenge

Jonathan Apasu – Von der Bezirksliga in die Eurochallenge

Wieder suchte er Rat bei seinem Coach aus der Jugendzeit und beide kehrten zunächst ins 43Camp nach Vilsbiburg zurück. Die Telekom Baskets Bonn kamen auf ihn zu und boten ihm die Möglichkeit zunächst in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga West zuspielen. Die Universität in Bonn hat einen guten Ruf im Bereich des Medizinstudiums und er kannte das Umfeld. Zudem ist der sportliche Leiter ein Bekannter von Schröder und so war schnell klar wo es hingehen sollte. Dass es jetzt mit dem Sprung in die erste Mannschaft so schnell funktionierte war auch ein wenig Glück. Denn des einen Glück ist oft auch des anderen Leid. Bei den Bonnern sind einige Leistungsträger verletzt und so bekamen die Talente aus der zweiten Mannschaft die Chance sich zu beweisen. Sah’s Jonathan in der Eurochallenge gegen Samara noch auf der Bank und konnte seinen neuen Teamkollegen nur von da aus anfeuern. So setzte ihn Mike Koch in der BBL gegen Quakenbrück bereist zehn Minuten ein. Mittlerweile ist der Coach seinem Schützling nach Bonn gefolgt und im Sommer werden beide, Apasu und Schröder, wieder in Vilsbiburg beim 43Camp zusammen und vor allem mit den Campern arbeiten.