Das durfte Jens Grube jetzt an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf erleben. Auch wenn die Sportschule sich in vielen Dingen von einer normalen Kaserne unterscheidet, so sind doch auch viele Dinge gleich. Im Rahmen einer Sichtungsmaßnahme der Basketballmannschaft der Bundeswehrauswahl, war Jens Grube als Trainer von einem seiner ehemaligen Wegbegleiter Nico Schröder zu gebeten worden bei diesem Projekt zu unterstützen. Diese Gelegenheit ließ sich der Vilsbiburger nicht entgehen, denn Basketball ist überall gleich, aber das Leben in der soldatischen Gemeinschaft interessierte ihn schon. Bereits die Anreise unterscheidet sich von einem normalen Lehrgang. Am Kasernentor wurde der 46 jährige durch den Verantwortlichen in Empfang genommen und zur Einkleidung gebracht. Zwar laufen die Soldaten an der Sportschule nicht in ihren Kampfanzügen herum, eine einheitliche Kleidung gibt es aber trotz allem. Für die CISM Mannschaft standen schwarze Trainingsanzüge und graue Hemden zum Empfang bereit. Die „normalen“ Lehrgangsteilnehmer tragen Blau und das Stammpersonal läuft in Rot durch die Liegenschaft. Bei der Verpflegungseinnahme in der Küche läuft es wie in jeder Großküche, wer zuerst kommt steht auch ganz vorn in der Reihe, hier  gibt es keine Unterschiede. Freundlich gegrüßt wird immer, aber wenn man einen Vorgesetzten sieht wird besonders freundlich gegrüßt und zumeist auch wie man es beim Militär kennt mit zusammengestellten Haken. Die Unterkunft ist mit Doppelstockbetten und einem Kleiderspind spartanisch aber praktisch gehalten. Alles in allen eine feine Sache und im Wesentlichen auch nicht viel anders als eine zivile Sportschule. Das Training verlief dann so wie man es sich als Trainer nur wünschen kann. Alle Sportler sind immer pünktlich und hören aufs Wort. Für die Spieler ging es bei dieser Sichtung ja auch um einiges. Die Bundeswehr ist eine von 133 Nationen die sich bei CISM organisiert haben und unter dem Motto „Friendship through Sport“ immer wieder sportliche Wettkämpfe ausrichten. Die Mannschaft wird im Mai für eine weitere Woche zusammenkommen um an einem Turnier in England teilzunehmen. Auch hier wird er mit der Mannschaft arbeiten und sie auf ihrem Weg zu den „CISM World Games“ 2015 einen weiteren Schritt begleiten. Bei dieser „Militär Olympiade“ treffen alle Sportarten die sich in der CISM Organisation zusammenschließen um gemeinsam ihre besten zu ermitteln. Dort gibt es neben den bekannten Sportarten wie Fußball, Basketball oder Triathlon eben auch typisch militärische Wettkämpfe wie Orientierungslauf, Fallschirmspringen, Militärischer oder Maritimer Fünfkampf. Um an solchen Wettkämpfen teilnehmen zu können, müssen die Teilnehmer neben den sportlichen Fähigkeiten aber auch ihre militärischen Pflichten im Alltag wahrnehmen. In Warendorf hieß das für die Soldaten für eine Woche eben Linienläufe, Wurfdrills und Ballhandling. Die bunt gemischte Truppe bestand aus Spielern aus ganz Deutschland und auch aus verschieden Spielstärken die es galt zu einer gemeinsamen Mannschaft zu formen. Ob dies dem Trainer gelungen ist wird man nach dem Turnier in Cosford England sehen.